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Wanderausstellung "Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes"

21. Station Amtsgericht Köthen

Die Ausstellung wurde in der Zeit vom 5. September bis 21. Oktober 2016 im Amtsgericht Köthen gezeigt. Köthen (Anhalt) war damit die 21. Station seit der ersten Eröffnung der Wandausstellung im Oktober 2008.

Allgemeine Informationen

Vorträge

  • "Nationalsozialistische Strafjustiz in Köthen"
    Ein Überblick über Verfahren verschiedener Gerichte gegen Menschen aus Köthen und Umgebung
    Daniel Bohse, Magdeburg
  • "Täter und Opfer der NS-Gesundhe­its- und Rassenpolitik in Köthen"
    Dr. Ute Hoffmann, Bernburg (Saale)
  • "Freispruch in den Tod"
    Das Sondergericht Halle gegen Max Schmidt aus Köthen
    Michael Viebig, Halle (Saale)
  • "Köthener im Konzentrationslager Roßlau"
    Dr. Alexander Sperk, Halle (Saale)

Für Schulen wurde angeboten

  • „Das Heimweh des Walerjan Wróbel“ (D 1991)
    Ein Film über einen jungen polnischen Zwangsarbeiter, den ein deutsches Sondergericht 1942 zum Tode verurteilte. Im Anschluss: Filmgespräch mit Michael Viebig, Halle (Saale)
  • „Zelle 18. Eine Geschichte von Mut und Freundschaft“
    Autorenlesung über eine Gruppe junger polnischer Mädchen, gegen die ein deutsches Kriegsgericht verhandelte. Simone Trieder und Lars Skowronski, Halle (Saale)

Ausstellungseröffnung am 5. September 2016

Zur Ausstellung

Erneut präsentiert Sachsen-Anhalt die Wanderausstellung "Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes". Sachsen-Anhalt setzt sich damit intensiv mit der national-sozialistischen Justizgeschichte in Sachsen-Anhalt auseinander.

Die Ausstellung führt den Besuchern vor Augen, zu welchen Exzessen die Justiz in einem totalitären System fähig sein kann. Das Ministerium für Justiz und Gleichstellung, die Stiftung Gedenkstätten und die Landeszentrale für politische Bildung haben die in Niedersachsen konzipierte Wanderausstellung um eine Vielzahl regionaler und lokaler Aspekte erweitert. Entstanden ist eine Ausstellung, die den Blick auf die Region lenkt.

Die Justiz stellt sich damit ihrer Vergangenheit. Sie benennt Unrecht, gibt Opfern ein Gesicht und zeigt, wie einzelne Richter agierten. Gelungen ist dies, weil Juristen, Historiker und Vertreter von Vereinen und Verbänden auf Initiative der Veranstalter gemeinsam geforscht haben. So ist in den Jahren 2008 und 2009 eine breit gefächerte Ausstellung zusammen getragen worden, die seit dem mit jedem neuen Standort weiter wächst.

Die Ausstellung stellt das Justizsystem zur Zeit des Nationalsozialismus dem Rechtsstaat in der Demokratie gegenüber. Sie klärt auf und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt vom Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt e.V. und der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Politisches Bildungsforum Sachsen-Anhalt.